30. April 2008Einwurf - Wellington Part 5
Lang lang ist her seit meinem letzten Beitrag. Hier mal ein Einblick in meine letzten Wochen: Nachdem ich meinen CV nochmal komplett ueberarbeitet hatte (angepasst an NZ Standards) gings nochmal ans bewerben. Lange rede, kurzer Sinn - ich hatte mehrere Angebote als dauerhafte Stelle bekommen. Unter anderem fuer ein Projekt der Victoria Universitaet, das einzig wirklich interessante, wo ich zum zum Interview zugesagt hab. Es ist schon ganz schoen viel verlangt eine Entscheidung, sich fuer die naechsten 2 Jahre in Neuseeland nieder zulassen in einer Woche zu treffen. Zumal ich es vorher nie ernsthaft in Erwaegung gezogen habe. Meine Emotionen haben mir aber in der letzten Woche gehoerige schnippchen geschlagen und mich auf einer Achterbahnfahrt der Gefuehle vom allerfeinsten geschickt. Aber hey, so merkt man mal wieder was einem wirklich wichtig ist. Und auch wenn mein Verstand und jegliche Logik danach schreit, fuer eine Zeit hier zu bleiben, so bekomme ich in der gleichen Zeit Magenkraempfe, allein wenn ich mir vorstelle die naechsten 4 Monate hier zu bleiben. Nach einigen freidrehen meinerseits also hab ich mich wieder gefangen und gestern eine Entscheidung getroffen, mit welcher ich zumindest im Moment zufrieden bin. Und nun sitz ich hier und freu mich bald weitereisen zu koennen. Mein Geldproblem ist aber immernoch nicht geloest und so krieche ich nach wie vor auf dem Zahnfleisch und werde die Reisegewohnheiten erheblich einschraenken muessen. Aber Thailand ist ja billig, so sagt man. Ansonsten arbeite ich immernoch im Hotel (anstrengend!) und mach viel mit den Leuten von dort.
Ansonsten noch ein paar (tolle) Fakten wie der Hase hier laeuft:
1.) Da die Neuseelaender so gut wie nie ihre Hupe benutzen (sind einfach zu respektvoll) scheint es eine Tradition zu sein im Victoria Tunnel nach der Arbeit ein moeglichst abwechslungsreiches Hupkonzert zu geben. Natuerlich wird generell versucht im takt zu bleiben. Das nenn ich zwischenmenschliche Kommunikation!
2.) Ich hab letztens eine Nacht nur sehr schlecht geschlafen. War das knirscheln einfach zu nervig. Klar, Possums, aber hier am Strand? Pinguine? Unter dem Auto? In dem Auto? Das ganze war schnell vergessen bis ich mal wieder zum abendlichen Schokoriegel griff und erschrenkend feststellen musste das diese eindeutige Spuren von Maeusezaehnchen aufwiess. Wie ich im Austausch mit ein paar anderen parkplatzgenossen festellen durfte ist das Phaenomaen bekannt… Das lustige ist das wir ein paar Tage vor dem knirschen schon eine Maus unter mein Auto laufen gesehen haben. Scheint also alles geplant gewesen zu sein
3.) In Wellington’s Innenstadt gibt es nicht allzuviel Baeume. Die ganzen importierten Voegel muessen aber trotzdem irgendwo unterkommen, wodurch eine enorm hohe Vogeldichte in Baeumen erzeugt wird. Das Gezwitscher ist dermassen laut das ich beim ersten mal ernsthaft dachte das es ein Kunstprojekt sei und die Lautsprecher installiert haetten um Wald nachzuahmen. Letzte Woche hab ich dann mal mein Auto unter so einem Baum geparkt…
4.) Billig! Fuer Eisesser ist Neuseeland echt das Paradies. Zumindest wenn man das Eis von McDoof und BurgerKing mag. BurgerKing heisst in Australien uebrigens HungryJack weil McDonalds die zuerst die Namensrechte ergattert hat. Wie auch immer, das normal Eis ist hier ziemlich teuer - geht man allerdings zu BurgerKing oder McDonalds bekommt man es fuer $ 0,50, also 0,25 Eur. Ich hab auch schon ein wenig experimentiert: Wenn man sagt das man nur ein kleines Eis will, und das moeglichst unfreundlich (ausversehen), bekommt man ein Eis so gross das es unmoeglich essbar waere.
Auf den Fotos:
- Bowling
- Tilmann spielt mit den Moewen
- umwerfende WG, voll mit Macs
- Rivendell (Herr der Ringe)
- Meer
- Fruehstueck
- Regenbogen, Autos und Spruch














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